Eine etwas andere Sicht auf ADHS: „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“

Was haben Albert Einstein, Jamie Oliver, Justin Timberlake, Paris Hilton, Serena Williams und Britney Spears gemeinsam? ADHS!
Die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) gilt als Erkrankung der Prominenten und Politiker, der Kreativen und Chaoten.

Menschen mit Diagnose ADHS verwischen nur zu oft Übergänge zwischen Genie und totalem Versagen. Sie verfügen über ein wagemutiges, kämpferisches Temperament und sind oft imposante Persönlichkeiten, die für Elan von anderen bewundert werden. Freiheit und Inspiration sind die Trigger in ihrem Leben, um am Ball zu bleiben. Infolgedessen verstehen sie sich als Avantgardisten und brauchen dementsprechend Veränderung oder zumindest Bewegung in ihrem Leben.

In ihrer eigenen Art entfaltet sich ADHS für die Betroffenen als die Quelle für ihre Originalität und ihrem unermüdlichen Aktionismus. Voraussetzung für die Entfaltung der genialen Seite der ADHS Betroffenen, sozusagen des „Dr. Jekyll“, ist – ihre wahre Bestimmung zu finden. Haben diese Menschen ihre Nische gefunden, sind sie häufig unübertroffen genial! Vom „zerstreuten Professor“ bis hin zu einem eloquenten Kabarettisten ist alles drin. Sie werden sehr für ihre Einzigartigkeit geschätzt. Doch sie sind zugleich auch anstrengend für ihre Mitmenschen. Da sie so temperamentvoll sind, können sie sich auch manchmal im Ton vergreifen und Grenzen überschreiten. Ihre Rastlosigkeit macht Menschen mit Diagnose ADHS nicht besonders zuverlässig, und sie können sich mit leichtsinnigen Aktionen auch mal in Gefahr bringen

Die ADHS Betroffene hassen feste Regeln und Gebote. Sie wollen sich verwirklichen, ihre Identität finden und nicht durch starre Traditionen fest an gesellschaftliche Formen gebunden werden. Fühlen sich die ADHS Betroffene in ihrem Leben eingeengt, sodass sie dadurch ihre Persönlichkeit nicht genug entfalten können, greifen sie zu radikalen Mitteln. Und das ist die Geburtsstunde des gefürchteten „Mr. Hyde“, der bis zur Selbstzerstörung in Form vom Suchtverhalten oder beruflichem Versagen reicht. Dabei ist ihnen jede Methode recht, sei es durch Rebellion oder durch offene Missachtung der gebräuchlichen Verhaltensregeln. Dieses Verhalten kann sowohl im privaten Leben als auch im Beruf zu massiven Problemen führen.

Aus den oben genannten Gründen dieser Art des Seins gilt es grundsätzlich die vielen positiven Eigenschaften der ADHS Betroffenen zu entwickeln und die negativen Seiten gekonnt in Schach zu halten.
Ihre Unberechenbarkeit ist zugleich ihre Anpassungsfähigkeit, ihre Risikobereitschaft befeuert die Neugier, ihre Sprunghaftigkeit macht erst ihre Originalität möglich.

Mit den Worten von Søren Aabye Kierkegaard (dänischer Philosoph und Schriftsteller des 19. Jahrhunderts) „Das Genie ist wie das Donnerwetter: Es geht gegen den Wind, schreckt die Menschen und reinigt die Luft.“ Menschen mit Diagnose ADHS haben viele positive Seiten, die sie zu einzigartigen Persönlichkeiten werden lassen und ohne die unsere Welt ärmer wäre.


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