5 Tipps wie man mit Lampenfieber, Prüfungsangst und Stress klar kommt

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie stehen vor Ihren Kollegen oder dem Prüfungskomitee. Sie sind froh den Laserpointer in der Hand zu haben, denn er ist das Einzige woran Sie sich jetzt nocht festhalten können. Ihr Mund ist staubtrocken. Ihr Puls ist hoch und schlägt auf den Magen. Die Schweißflecken breiten sich, gefühlt bis zu der Hüfte, aus. Kommt Ihnen das bekannt vor?

Sei es Lampenfieber bei einem Konzertauftritt, Angst vor dem Vortrag oder die schiere Panik vor der nächsten Prüfung. Es trifft jeden. Die brillante Sängerin Barbara Streisand hat die Bühne fast zwanzig (!) Jahre lang gemieden. Aufgrund des massiven Lampenfiebers sind ihr ein paar Zeilen ihres Songs nicht mehr eingefallen. Erst nach und nach konnte sie sich aus der Bahn dieser Angst befreien. An dieser Stelle überrascht es nicht, dass Jazzmusiker, als Grand-Maîtres der Improvisation, bei weitem nicht so häufig Lampenfieber haben. Angst hat einen psychologisch-biologischen Ursprung. Es ist ein archaischer Reflex, der unseren Vorfahren vor Säbelzahntigern und Höhlenbären schützte.
Und…das muss nicht sein.


Nein, die Rede soll nicht von rosa Pillen (Betablocker) sein, die nur das Atmen wieder in die
geregelten Bahne lenkt. Gefragt sind Strategien für den Alltag, die bei Lampenfieber oder
Stresssituationen schnell und unkompliziert helfen können.

Tipp Nr. 1: Achten Sie auf Ihre Ernährung!
Stimulanzien wie Zucker, Kaffee, und Alkohol vermeiden. Am besten Sie greifen auf Kräutertees wie Lavendel und Kamille zurück. Die absoluten Klassiker sind auch Tees mit Baldrian und Johanniskraut. Diese wirken erfolgreich gegen Nervosität und Unruhe. Bei regelmäßiger Anwendung bestätigen Psychologen die Wirkung, dass bereits beim Teeaufbrühen sich der Körper auf Entspannung einstellt. Auf geht´s: Gruschen Sie ihre Thermoskanne hervor, Tee rein, Stress raus!

Tipp Nr. 2: Werden Sie aktiv!
Bei einer sportlichen Betätigung setzt unser Organismus Hormone, wie Serotonin und Endorphine, frei. Dieser Hormonmix bildet einen Ausgleich zu den Stresshormonen.
Sie werden auf diese Weise auf natürliche Art stressresistenter. Die vegetativen Reaktionen des Körpers (Herzrasen, hoher Blutdruck) fallen deutlich flacher aus.
Yoga, Schwimmen, Tanzen, Tennis, Boxen oder einfach nur das klassische Joggen und Wandern lassen Ihre psychisch-physische Belastbarkeit mit jeder Bewegung steigern.

Tipp-Nr. 3: Lernen Sie das Atmen!
Tiefes Atmen gehört zu den besten Wegen, um einen von Panik geplagten Körper, wieder zu
beruhigen. Nehmen Sie sich bewusst eine kurze Auszeit von wenigen Minuten. Atmen Sie
gleichmäßig und rhythmisch. Atmen Sie durch die Nase ca. fünf Sekunden ein und atmen Sie ca. 7 Sekunden durch den Mund wieder aus. Während Sie einatmen, spannen Sie Körpermuskeln und halten Sie kurz die Luft an. Anschließend, langsam ausatmen und den Körper wieder entspannen. Diese Übung gibt dem Körper bei Lampenfieber das Signal „Alles ist okay! Wir müssen nicht wegrennen. Es ist kein Höhlenbär.“. Durch das tiefe Atmen gelangt mehr Sauerstoff in den Körper. Das Nervensystem wird dadurch stimuliert, wodurch Anspannungen gelöst werden und innere Ruhe aufgebaut werden können. Bei Yoga und Meditationsübungen werden diese Atmungspraktiken praktiziert. Damit hätten Sie zwei Fliegen mit einer Klappe (siehe Tipp. Nr. 2)

Tipp-Nr. 4: Die Zauberecke-natürliche Nootropika!
Kennen Sie Bacopa Monnieri?
Die Pflanze wird als Heilkraut in der ayurvedischen Medizin verwendet. Inzwischen ist auch die westliche Schulmedizin auf Bacopa Monnieri aufmerksam geworden und ist mittlerweile gut untersucht. Sie zählt zu den Adaptogenen. Das bedeutet bei Panik-, Nervositäts-, oder Stresszuständen wirkt der Pflanzenextrakt angstlösend (Studie:http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12957224). Unter anderem hat Bacopa Monnieri folgende Wirkungen auf unseren Körper: Beruhigend, entzündungshemmend, angstlösend und hormonausbalancierend. Greifen Sie zu! Die Natur hilft Ihnen.

Tipp-Nr. 5: Musik aufdrehen!
Viele Studien haben bereits bestätigt, dass das Musikhören vielversprechende Möglichkeiten zur Stressreduktion bietet. Insbesondere klassische Musik senkt die Herzfrequenz, beruhigt die Atmung und wirkt somit der Ausschüttung von Stresshormonen entgegen. Sind Sie kein Fan von Bach und Mozart, dann hören Sie Musik, die sie besonders in ihrer Kindheit oder Jugend mochten. Das weckt positive Erinnerungen und Emotionen, die ebenfalls Stresshormone in unserem Organismus ausbalancieren.

Fazit
„Das menschliche Gehirn ist eine großartige Sache. Es funktioniert bis zu dem Zeitpunkt, wo du aufstehst, um eine Rede zu halten“ brachte es Mark Twain einst auf den Punkt.
Liefern Sie sich der Situation nicht aus. Handeln Sie.


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